Liebe Leser*innen des Café kaputt Newsletters,

heute schreiben wir Euch mit einem dringenden Anliegen und der Bitte um Mithilfe.

3 Jahre erfolgreiches Reparieren statt Wegwerfen können wir uns auf die Fahne schreiben! Unsere Reparatursprechstunden sind gut besucht und unser großes, fleißiges Helfer*innen-Team berät und hilft tatkräftig wöchentlich bei rund 20 Reparaturen...

Auch die Konsumgesellschaft dreht sich munter weiter, der Bedarf an Gegenentwürfen zum Wegwerfwahnsinn ist immer noch und immer mehr gegeben.

Wir wollen also unbedingt weiter machen.

Trotzdem stehen wir vor der bisher größten Hürde:
Das Geld, das wir durch Spenden und Fördermitgliedschaften bekommen, hat bisher den Bedarf des Projektes gedeckt, doch mit dem Wachsen des Projektes wächst auch der Koordinations- und Verwaltungsaufwand und ist nicht mehr rein ehrenamtlich zu bewältigen.
Das Stellen von Projektförderanträgen ist mühsam und leider auch keine Zukunftssicherung, da zeitlich begrenzt und projektbezogen gefördert wird und unser "Regelbetrieb" für diese Definition eben zu regelmäßig und dauerhaft ist.
Um langfristig bestehen zu können, ohne den idealistischen Gedanken zu verlieren, für alle offen und auf Spendenbasis zu funktionieren, brauchen wir eine andere stetige Finanzierung.

So haben wir über den Sommer dieses Jahr keine Pause gemacht, sondern fleißig an einer Unterstützungskampagne gearbeitet, um das Fortbestehen des Café kaputt in 2018 zu sichern.

Wenn Du das Café kaputt unterstützen möchtest, dann kannst Du jetzt Fördermitglied oder Pat*in werden.

Was das bedeutet und wie es funktioniert, kannst Du unter
http://reparieren-in-leipzig.de/das-cafe-kaputt/ohne-dich-keine-reparaturkultur/ erfahren.

Oder du schaust Dir unseren Aufruf HIER als pdf an.

Wenn das für Dich persönlich gerade nicht möglich ist, kannst Du trotzdem etwas für uns tun, indem Du unseren Aufruf an andere weitergibst, die sich auch fürs Reparieren begeistern (könnten) und uns vielleicht unterstützen würden. Evtl. kannst Du ja auch eine persönliche Empfehlung aussprechen (das hilft nämlich ungemein!), weil Du unser Projekt schon länger kennst und vielleicht selbst tolle Reparaturerfahrungen bei uns gemacht hast...

Vielleicht inspiriert Dich ja auch das folgende kleine Märchen zum Handeln und Weitersagen:

Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin, die jeden morgen ihr wunderschönes Haar wusch und danach föhnte, damit es geschmeidig und goldig glänzt. Jeder kannte sie und sie genoss hohes Ansehen durch ihre Schönheit und Güte.
Eines morgens erwachte die Prinzessin, wusch sich wie gewohnt ihr Haar und wollte es trockenföhnen, doch diesmal war etwas anders: Dem morgendlichen Ritual wurde abrupt ein Ende gesetzt, da der Föhn der Prinzessin keinen Mucks mehr von sich gab.
Die Prinzessin dachte nach. Sie war fortschrittlich eingestellt und war sich bewusst darüber, dass es keine Lösung war, einen neuen Föhn beim Föhnmacher zu bestellen, denn die Ressourcen waren knapp, der Feenstaub, der den Föhn zum laufen brachte, war knapp und als Vorbild sollte sie wohl eher genügsam mit allem umgehen, was die Natur ihr bot.
Sie hatte von einem neuen Treffpunkt im Dorf gehört, an dem Leute mit der gleichen noblen Gesinnung zusammenkamen und Dinge reparierten, die nicht mehr recht funktionieren wollten.
„Das ist die Lösung, da geh' ich hin“, dachte sich die Prinzessin. Gesagt, getan, sie besuchte das Café der kaputten Dinge und reparierte ihren Föhn mit Hilfe der Anderen.
Als sie wissen wollte, was sie nun dafür zu bezahlen hätte, wurde ihr gesagt, dass man der Hilfe keinen Geldwert beimessen wolle, sondern der idealistische Gedanke viel mehr Wert sei als alles andere, sie jedoch gern ein paar Goldstücke spenden könne, um das Projekt weiterhin so betreiben zu können.
Die Prinzessin war sprachlos.
Sie erzählte ihrem Vater, dem König, davon. Dieser war ein weiser Mann und ihm war sofort die Notwendigkeit eines solchen Treffpunktes klar. Also beschloss er, dem Projekt monatlich etwas von seinen Steuergeldern abzugeben und mit gutem Beispiel voran in die Zukunft zu schreiten.

Schön, oder?

Nur leider leben wir nicht in einem Märchen und es gibt keinen weisen König, der uns Geld gibt. Das Café kaputt finanziert sich durch Spenden und Fördermittel, die mühevoll beantragt und in kleinen Beiträgen zusammengesammelt werden müssen.
Akut steht infrage, ob es unseren Raum für das Reparieren statt Wegwerfen im nächsten Jahr noch geben wird, weil unsere Rücklagen zum Jahresende knapp werden, die laufenden Kosten aber weiter plätschern...

Aber vielleicht kennst Du ja jemanden wie den König und die Prinzessin, oder vielleicht fühlst Du Dich auch selbst direkt berufen...

Einen riesigen Dank an alle, die mitmachen, die Zukunft des Café kaputt zu sichern!

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Außerdem immer noch Helfer*innen gesucht

Doch nicht nur finanzielle Unterstützung sichert das Bestehen des Projektes. Aktuell suchen wir auch Helfer*innen für die immer stärker frequentierten Elektro- und Textil-Sprechstunden. Wenn Du Lust hast, Dein Wissen mit anderen zu teilen, freuen wir uns über jede helfende Hand.

Übrigens: Dein Erfahrungsschatz und Deine speziellen Reparaturfähigkeiten in einem bestimmten Gebiet reichen aus, eine offizielle oder flächendeckende Qualifikation im Reparatur-Bereich ist kein Muss, um bei uns mithelfen zu können.

Melde Dich einfach per Mail an cafekaputt@lebenlernenleipzig.de oder schau zur entsprechenden Sprechstunde vorbei und lern uns kennen...

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Flyervorlagen

Helft uns, das Café kaputt bekannter zu machen und gebt die Flyer weiter an Andere, hängt sie in Euren Hausfluren oder an Lieblingsorten aus!

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Eure Rückmeldungen, Fragen, Ideen und Anregungen empfangen wir gern - schreibt uns einfach eine Email an cafekaputt@lebenlernenleipzig.de.

Wir freuen uns auch, wenn Ihr den Newsletter weiterleitet.

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