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Liebe Leser*innen des Café kaputt Newsletters,

nach einer längeren Funkstille hier endlich mal wieder Neuigkeiten zum Projektverlauf unseres Reparaturcafé- und Bildungsprojektes und aktuelle Termine.

Eure Rückmeldungen, Fragen, Ideen und Anregungen empfangen wir gern - schreibt uns einfach eine Email an cafekaputt@lebenlernenleipzig.de.

Wir freuen uns auch, wenn Ihr den Newsletter weiterleitet.

Euch neu anmelden für den Newsletter sowie alte Newsletter durchlesen könnt Ihr über unseren Blog www.reparieren-in-leipzig.de.

Viel Spaß beim Lesen und bis bald im Reparaturcafé!
Euer Café kaputt Team

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Inhalt

1. Berichte, Berichte, Berichte: Spende vom Pizzalab, Lesung zur Buchmesse, Frühjahrsputz & Entrümpelungsaktion, Kollektivfestival und Integrationsmesse
2. Neue Ausrichtung unserer Bildungsarbeit
3. Neu über uns in der Presse
4. Kommende Termine: Georg-Schwarz-Straßenfest, Ökofete, 3-Jähirges, keine Sommerpause etc.
5. Helfer*innen und Übersetzer*innen für Arabisch und andere Fremdsprachen
6. Unsere organisatorische und finanzielle Situation und Zukunftsplanung
7. Flyervorlagen/Werbeblock

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1. Berichte, Berichte, Berichte: Spende vom Pizzalab, Lesung zur Buchmesse, Frühjahrsputz & Entrümpelungsaktion, Kollektivfestival

Seit unserem letzten Newsletter im November 2016 ist schon wieder so einiges passiert. Hier ein kleiner Einblick in einige Aktionen, die seither stattgefunden haben:

Am 19.12.2016 wurden wir als Spendenprojekt vom Pizzalab ausgewählt und erhielten eine Unterstützung für Mietkosten, Werkzeuge und sonstige Projektbedarfe von 400,00 Euro. Ganz großen Dank ans Pizzalabteam, dass wir in die Auswahl kamen, und an alle pizzaessenden Wähler*innen!

 Am 25.03.2017 gabs zur Buchmesse im Rahmen von westwärts Leipzig liest bei uns in diesem Jahr zwei großartige Lesungen. Ab 18 Uhr lasen Eric Timler und Julia Löser sehr vielseitige und bunte literarische "Frühgeburten" aus dem gleichnamigen Heft für Debutwerke von verschiedenen Leipziger Schrift-Künstler*innen, welches im März erscheint. Danach gabs - nun schon fast zur "Tradition" geworden - wieder eine wunderbare Lesung von Marcel Raabe unter dem Titel In Transit - gestandene Reportagen und liegengebliebene Kolumnen mit Support von Lars Werner und Ester Hilsemer. Dazu nur so viel: Es ging unter anderem um die amerikanischen Präsidentschaftswahlen, Gerhard Schröder, einen Roadtrip, den Alltag eines (ganz normalen) Neurotikers, einen Misantrophen und Mario Gomez. Bei einem gut gefülltem Raum war ein besonderes Hightlight dieses Jahr auch unsere live-Übertragung an die Feuertonne im Hof.

Im April war es dann mal wieder Zeit auszusortieren, aufzuräumen und zu putzen. Angestoßen im Projektbeirat, nahmen wir uns ein Wochenende Zeit, um mit einer Gruppe von Teammitgliedern und Nutzer*innen das Reparaturcafé gemeinschaftlich frühjahrsfit zu machen - mit dem Ergebnis, dass wir jetzt nach drei Jahren Projektlaufzeit endlich ein super sortiertes Schrauben- und Elektroersatzteil-Depot haben und unsere Werkzeug-Schränke dank Beschilderung mit Begriffen und Piktogrammen nun auch barrierefreier und schneller zugänglich für neue Nutzer*innen sind. Außerdem wars mal wieder eine schöne Gemeinschaftsaktion. Großes Dankeschön an alle Mitwirkenden!

Beim Kollektivfestival des Student*innen-Rats der Uni Leipzig durften wir auf dem Squat Your Campus Day am 10.05. und bei der 10. Integrationsmesse am 19.05.2017, organisiert durch den Flüchtlingsrat Leipzig im neuen Rathhaus, unser Projekt mit einem kleinen Stand vorstellen und haben dort jeweils viele nette und reparaturinteressierte Menschen getroffen bzw. bei unserer kleinen Reparaturschatzsuche kennengelernt...

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2. Neue Ausrichtung unserer Bildungsarbeit

Auch in der Bildungsarbeit haben wir in 2017 Zeit zum Entrümpeln. Denn wir haben uns - angestrengt vom Takt der einjährigen Projektgelderverwaltung - eine Pause in der Beantragung von Bildungsprojekten eingeräumt und für dieses Jahr keine Mittel für unsere Bildungsarbeit organisiert. Das heißt zwar einerseits, dass kein extra Geld für intensive Arbeitsleistungen oder teure Materialien in diesem Bereich da ist, aber andererseits, dass wir auch nicht schon im Vorhinein auf ein Konzept festgelegt sind und so erstmal wieder viel freier darüber nachdenken können, wie wir weitermachen möchten und kreativer in der Umsetzung sein können (sofern es im gegebenen Kosten- und Zeitrahmen bleibt). Und das fühlt sich erstmal sehr gut an.
Wie wir - neben der Bildung im Repararieren, die natürlich sowieso in den Sprechstunden weitergeht - genau weitermachen wollen, ist noch unklar.
Was aber sicher ist: Unser Fokus bleibt auf globaler Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit und der Vermittlung von Ideen zur sozial-ökologischen Veränderung unserer Gesellschaft. Auch die bereits entwickelten Bildungsangebote zu Textilien, Elektroartikeln und Abfall bleiben in unserem Angebot und können auf Anfrage durchgeführt werden. Eine aktueller Wunsch ist es darüber hinaus, dass wir uns besser darauf ausrichten, auch Geflüchtete mehr in unsere Angebote einbeziehen zu können. Bleibt dran, bringt Euch gern mit Ideen und Wünschen ein und erfahrt im Laufe des Jahres, wie es weitergeht...!

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3. Neu über uns in der Presse

Wir haben unsere Hausaufgaben länger nicht gemacht, daher hier die Café kaputt Presseschau seit Anfang letzten Jahres im Rückblick:

• In einem Artikel zu Elektroschrott aus der Schrot und Korn erschienen wir in Ausgabe 05/2017 unter der Rubrik: Leben&Umwelt, hier könnt Ihrs nachlesen.

• Die Journalistin Adelina Horn war uns im April 2017 besuchen, hat fleißig tolle Bilder gemacht und Fragen gestellt. Das schöne Ergebnis könnt Ihr auf Ihrem Blog Leipzig leben nachlesen.

• Im Januar 2017 war Hugo Scholz zu Besuch und hat einen Radio-Beitrag für die Reihe Wo lernen wir in Zukunft? bei MDR Kultur gemacht, der im Januar gesendet wurde. Leider haben wir keinen Link für Euch.

• Am 23.12.2016 gabs einen Beitrag über uns bei n-tv, den Ihr Euch hier anschauen könnt.

• In der Reihe Green Radio bei detektor.fm 01.12.2016 hat Insa van den Berg einen Radiobeitrag über die Reparaturbewegung gemacht und dazu auch uns besucht. Nachhören und -lesen könnt Ihrs hier.

• Am 12.2015 um 12:32 Uhr gabs bei Mephisto 97.6 einen Beitrag von Richard Köppe über uns. Schaut, lest und hört ihn hier an.

• Heidrun Böger kam für die Zeitung Neues Deutschland zu uns und veröffentlichte diesen Artikel am 24.02.2016.

• Seit 2016 sind wir auch mit einem Artikel von Susan Künzel bei Scotty Scout zu finden.

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4. Termine: Sprechstundenzeiten, Georg-Schwarz-Straßenfest, Ökofete, 3-Jähirges, keine Sommerpause, etc.

Aufgrund der guten Auslastung und des Elans unserer Ehrenamtlichen haben wir die Sprechstunden ein klein wenig erweitert. Ihr könnt uns nun wie folgt im Café kaputt antreffen:

Außerhalb unserer regulären Sprechstunden, gibt es außerdem die Möglichkeit, uns in nächster Zeit bei folgenden Terminen über den Weg zu laufen:

Am Samstag, den 17.06.2017 haben wir von 14 bis 18 Uhr zum Georg-Schwarz-Höfefest unsere Türen für Euch geöffnet. Nehmt Teil an unserer großartigen Reparaturschatzsuche und gewinnt eine gesiebdruckte Postkarte sowie ein Stück Kuchen. Oder kommt so auf einen Kaffee oder einen Plausch mit unserem Team vorbei und lernt uns kennen.

Falls Ihr es zum GSS-Höfefest nicht zu uns schafft, habt ihr gleich am nächsten Tag, Sonntag, den 18.06.2017 noch mal die Möglichkeit uns zu treffen und an der Reparaturschatzsuche teilzunehmen. Wir werden mit einem Café kaputt Stand von 12 bis 19 Uhr auf der Ökofete im Clarapark vertreten sein.

Kurz darauf werden wir übrigens drei! Genau zum 21.06.2017 dürft Ihr uns Mittwoch in der Sprechstunde zum dreijährigen Jubiläum gratulieren kommen. Geburtstagskuchen nehmen wir selbstverständlich gern entgegen! ;-) Eine größere Feier wirds wohl erstmal nicht geben, sondern eher eine Party im kleinen Kreis des Projektteams.

Eine andere gute Neuigkeit für alle Reparaturbegeisterten und Badeseemuffel:
Wir werden dieses Jahr mal damit experiementieren, KEINE Sommerpause zu machen. Das heißt - bis auf Weiteres - könnt Ihr uns auch den Sommer über mit Euren kaputten Gegenständen besuchen kommen!
(Falls wir feststellen müssen, dass Ihr doch lieber in der Hängematte liegenbleibt, werden wir vielleicht kurzfristig umplanen und uns dem anpassen - spontane Änderungen geben wir in diesem Fall aber auf Facebook und dem Blog bekannt.)

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5. Helfer*innen und Übersetzer*innen für Arabisch und andere Fremdsprachen

Besonders im Bereich Elektro-Reparaturen suchen wir aktuell wieder Helfer*innen! Wenn Du Dich mit der Reparatur elektrischer Dinge auskennst und/oder fachlich dazu befähigt bist (eine offizielle Qualifikation in diesem Bereich ist kein Muss) und Lust hast, diese Fähigkeiten an andere weiterzugeben und Dich so für eine Reparaturkultur einsetzen magst, bist Du also herzlich willkommen! Besonders super wärs, wenn Du im Zeitraum der Mittwochs-Sprechstunde (15 bis 19.30 Uhr) reparieren helfen magst.

Helfer*innen für alle anderen Bereiche sind ebenfalls jederzeit willkommen. Meldet Euch einfach per Mail an cafekaputt@lebenlernenleipzig.de oder schaut zur entsprechenden Sprechstunde vorbei und lernt uns kennen...

Außerdem suchen wir aktuell eine Person, die uns mit arabischen Übersetzungen immer mal wieder helfen kann oder evtl. sogar einfach auch als Helfer*in mit dabei sein will. Das betrifft einerseits unsere Flyer und ähnliches, andererseits aber auch "live"-Übersetzen während der Sprechstunde...

Daneben haben wir auf der Integrationsmesse festgestellt, dass es sehr sinnvoll wäre, unsere Flyer und Unterlagen auch ins Persische und weitere Fremdsprachen zu übersetzen. Wenn Du uns damit weiterhelfen kannst, melde Dich ebenfalls gern (Mailadresse siehe oben).

Was wir - neben Deiner sinnstiftenden Beteiligung an der Weltrettung - bieten: Ein super- nettes Team, eine gemütliche Werkel-Atmosphäre, die Möglichkeit zum Austausch von Reparaturwissen, Kaffee und manchmal auch Kuchen.

6. Unsere organisatorische und finanzielle Situation und Zukunftsplanung

In 2017 haben wir erstmals ein paar organisatorische Weichen umgestellt, was die Organisationsstruktur des Café kaputt betrifft: Wir haben keine Projektförderung für die Bildungsarbeit beantragt und wollen uns stattdessen mit dem gesamten Organisationsteam mehr auf den Erhalt und die Weiterentwicklung unseres regelmäßigen Reparaturbetriebs und die Professionalisierung der Vereins-Bürokratie dahinter konzentrieren. Denn mit dem wachsenden Reparaturbetrieb wachsen auch die Anforderungen an das Dahinter (Sicherheit, Finanzverwaltung, Mitmachendenorganisation etc.). Außerdem wollen wir uns, nach drei Jahren ohne richtige Pausen in der Bildungs- und Projektarbeit, Zeit nehmen, unsere Schwerpunkte und Stoßrichtungen unseres Wirkens in Ruhe zu überdenken und ggf. neu auszurichten.

Glücklicherweise sind wir in diesem Jahr - durch großzügige Spenden und Preise aus der Vergangenheit - in der glücklichen Lage, dass wir eine 13-Stunden-Projektstelle (die erste Stelle in unserem Verein überhaupt!) von April bis Dezember finanzieren können, mit der sich die Projektgründerin Lisi den oben genannten Belangen rund ums Café kaputt widmen kann. Außerdem erhalten wir die vom Bundesministerium für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben geförderten jeweils 1,5-jährigen Bundesfreiwilligendienststellen, aktuell durch Anja (Organisationsteam mit Lisi) und Nicola (Finanzverwaltung mit Lisi und Martina vom Trägerverein) besetzt.

An dieser Stelle auch rückblickend ein riesiges Danke an alle bisherigen ideellen, tatkräftigen und finanziellen Unterstützer*innen des Reparierens statt Wegwerfens!

Ohne Projektförderung sind wir nun einerseits mehr denn je auf die Spenden aus den Sprechstunden (Spendenbüchsen) sowie auf die regelmäßigen Beiträge unserer Fördermitglieder angewiesen, andererseits aber viel flexibler darin, wie wir auf aktuelle Bildungs-Anfragen, Projektbelange und Ideen aus dem Team reagieren und schaffen es nebenbei endlich mal, lange Liegengebliebenes gut aufzuarbeiten. Und wir merken schon: Das bringt unheimlich viel fürs Projekt und gibt uns wieder frischen Wind für alles Weitere!

Da dieses Konzept aber nur für ein Jahr finanziert ist, wir aber einig sind, dass es dem Projekt/Verein guttun würde, langfristig mindestens eine feste Koordinations- und Verwaltungs-Stelle zu haben, ist eine unserer Aufgaben in diesem Jahr auch, ein langfristiges Finanzierungskonzept für unsere laufenden Kosten (Miete, Nebenkosten, Internet, Bundesfreiwilligendienststellen,... ) und eine Projektstelle zu finden.

Ideen und Tipps für langfristige Finanzierungsmöglichkeiten sind ab jetzt also auch ganz unbedingt und allerherzlichst willkommen!

Außerdem freuen wir uns, wenn Ihr weitere Fördermitglieder ausfindig macht (hier der Antrag). Denn nur zusammen sind wir stark und können mit vielen einzelnen kleinen und großen Beiträgen (ob Ehrenamt, Finanzen oder Ideen) solche Projekte wie das Café kaputt verwirklichen, am Leben halten und entwickeln...

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7. Flyervorlagen/Werbeblock

Und zu guter Letzt, wie immer: Unser Flyer zum Weitergeben in verschiedenen Sprachen

Arabisch

Englisch

Deutsch

Bitte helft mit, das Café kaputt bekannter zu machen und gebt die Flyer weiter an Andere, hängt sie in Euren Hausfluren oder an Lieblingsorten aus!

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